100 Jah­re…

Erin­ne­rung an einen gro­ßen Cronenberger

Cro­nen­ber­ger Anzei­ger vom 26. Febru­ar 2020

… wäre Hans-Otto Bil­stein (Foto) am kom­men­den Mon­tag, dem 2. März 2020, gewor­den. Der lang­jäh­ri­ge Vor­sit­zen­de und Ehren­vor­sit­zen­de des Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­eins, CHBV, starb im Mai des Jah­res 2005. Seit des­sen Über­ar­bei­tung im glei­chen Jahr trägt der Platz an der Frie­dens­ei­che im Her­zen Cro­nen­bergs, gleich vis à vis der Refor­mier­ten Kir­che, sei­nen Namen: Hans-Otto-Bilstein-Platz.

In einem Nach­ruf für den CRO­NEN­BER­GER ANZEI­GER fass­te sei­ner­zeit Hart­mut Schmahl die Lebens­leis­tung des Man­nes, der in der Stra­ße „Auf dem Eigen“ zuhau­se war, zusam­men und benann­te dabei eine Viel­zahl an Eck­punk­ten, die den „heim­li­chen Bür­ger­meis­ter von Cro­nen­berg“, wie sein alter Weg­ge­fähr­te Hans-Wer­ner Schnei­der-Chris­ti­ans ihn beim Abschied vom Vor­sitz des CHBV viel­sa­gend nann­te, aus­mach­ten. Schon im Jah­re 1951, kurz nach dem zwei­ten Welt­krieg, gehör­te Hans-Otto Bil­stein zum Kreis der Cro­nen­ber­ger Bür­ger, die den „Hei­mat­bund“, wie der Vor­läu­fer des CHBV damals noch hieß, wie­der ins Leben rie­fen. Von 1965 bis zum Jahr 2003 war er dann selbst für 38 Jah­re als Vor­sit­zen­der ver­ant­wort­lich für die Arbeit des CHBV, des­sen Ehren­vor­sit­zen­der er fort­an war. Das Wohl „sei­nes“ Orts­teils, des „Dor­pes“ hat ihm stets am Her­zen gele­gen und im Rück­blick ist er mit vie­len Aktio­nen und Tätig­kei­ten in Cro­nen­berg in Ver­bin­dung zu brin­gen. „Um nur eini­ge zu nen­nen: Er gehör­te zu den Grün­dern der ‚0brams‘, denen er bis zu sei­nem Tode eng ver­bun­den war, er enga­gier­te sich für den Bau des Gar­ten­hal­len­ba­des, initi­ier­te das Schmie­de-Denk­mal an der Krings Ecke, das Amboss­schwim­men, den jähr­li­chen Mar­tins­zug des CHBV in der Orts­mit­te, die Sanie­rung des Hau­ses an der Hüt­te 10, in dem der CHBV heu­te sei­ne Geschäfts­stel­le hat, er orga­ni­sier­te die Ver­an­stal­tun­gen zum Volks­trau­er­tag und vie­les ande­re mehr.“ Nicht zu ver­ges­sen sein Enga­ge­ment für die Behin­der­ten­ar­beit in Wup­per­tal und Schwe­rin. Von Beginn an war er bei dem gro­ßen Wohl­tä­tig­keits­fest „Cron­an­ber­ger Werk­zeug­kis­te“ enga­giert und hat es über Jahr­zehn­te inten­siv geprägt. Mit dem gro­ßen Wup­per­ta­ler Schwimm-Trai­ner-ldol Heinz Hoff­mann arbei­te­te er nach dem gro­ßen Brand an der Wie­der­errich­tung des Schwimm­sport­leis­tungs­zen­trum auf Kül­len­hahn und enga­gier­te sich spä­ter noch ein­mal mit ihm für den Erhalt der denk­mal­ge­schütz­ten Schwimm­oper. „Zudem gehör­te er über Jahr­zehn­te dem Auf­sichts­rat der Gemein­nüt­zi­gen Wohn­bau­ge­nos­sen­schaft Cro­nen­berg an, deren Vor­sitz er von 1968 bis 1978 inne hat­te. Sei­ne 25-jäh­ri­ge Tätig­keit dafür wür­dig­te der Ver­band Rhein. Woh­nungs­ei­gen­tü­mer mit der Ver­lei­hung einer Ehren­me­dail­le. Auch war er Trä­ger des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, ver­lie­hen durch den Bundespräsidenten.“