Die Hüt­te

Das CHBV-Haus – Hüt­ter Stra­ße 10

Das Haus Hüt­ter Stra­ße 10 ist ein zwei­ge­schos­si­ges ver­mut­lich Ende des 18. Jahr­hun­derts errich­te­tes Fach­werk­haus mit sicht­ba­rem Fach­werk, seit­li­chem Haus­ein­gang über Außen­stu­fen, seit­li­chem Zwerch­gie­bel und Sat­tel­dach. Das Gebäu­de ist ein typi­sches Bei­spiel für die Ber­gi­sche Fach­werk­bau­wei­se in der dama­li­gen Zeit und unver­zicht­ba­rer Bestand­teil der his­to­ri­schen Bebau­ung des alten Orts­kerns von Cro­nen­berg. Damit ist das Gebäu­de ein wich­ti­ges Zeug­nis für die Geschich­te Cro­nen­bergs. Gemäß einer vor­lie­gen­den Hand­zeich­nung nach den Katas­ter­ak­ten der Katas­ter­ver­wal­tung Kreis Mett­mann Gemar­kung Cro­nen­berg, Arti­kel 597 im Grund­buch Band 10, Blatt 371 ist das Grund­stück als Eigen­tum von Josua Schul­te sen., sei­ner Wit­we Caro­li­ne, gebo­re­ne Fla­der, zu Cro­nen­berg aus­ge­wie­sen. Aus­ge­fer­tigt ist die­ses Doku­ment vom König­lich Preu­ßi­schen Katas­ter­amt in Voh­win­kel am 9. August 1918. Gemäß einer Auf­las­sung ist das Objekt in den Besitz der Wit­we Wil­helm Scheidt­mann, Mar­ga­re­te Kla­ra, gebo­re­ne Schul­te, über­ge­gan­gen.

Am 4. Okto­ber 1920 ging der Besitz in unge­teil­ter Erben­ge­mein­schaft über auf

  1. Klos­ter­schwes­ter Bern­har­di­ne Chris­ti­ne Eli­se Scheidt­mann
    mit den Klos­ter­non­nen Wig­ber­ta zu Aachen Forst Kran­ken­haus und
  2. Stadt­in­spek­tor Wil­helm Scheidt­mann zu Wup­per­tal-Elber­feld.

Gemäß Ein­trä­gen des Grund­buchs vom 5. Mai 1924 besteht das Recht, dass die Par­zel­le zum Gehen, Fah­ren und Rei­ten benutzt wer­den darf.

Auf Grund von Erb­fol­ge in 56 B VI 540/69 wur­de das Objekt auf Pau­la Scheidt­mann, gebo­re­ne Schus­ter, in Wup­per­tal-Elber­feld ein­ge­tra­gen.

Am 25. August 1972 kauft der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein das Objekt von Frau Pau­la Scheidt­mann. Gleich­zei­tig wer­den 20 qm Teil­flä­che des Grund­be­sit­zes im Rah­men einer Begren­zungs­grund­li­nie (in etwa des am Grund­stück ver­lau­fen­den Bür­ger­steigs) der Stadt Wup­per­tal über­las­sen.

Am 2. Sep­tem­ber 1972 wird den Mie­tern des zur Zeit noch bewohn­ten Hau­ses wegen Eigen­be­darf gekün­digt.

In den Jah­ren 1972 und 1973 wer­den die ers­ten Sanie­rungs­maß­nah­men zum Erhalt der „Hüt­te“ – zum größ­ten Teil in Eigen­leis­tung – durch­ge­führt.

Da eine Erneue­rung der abge­faul­ten Fach­werk­höl­zer drin­gend erfor­der­lich war, erfolg­ten in den Jah­ren 1981 und 1982 wei­te­re Sanie­rungs­ar­bei­ten – teils mit Zuschüs­sen der Unte­ren Denk­mal­be­hör­de.

Mit Schrei­ben der Unte­ren Denk­mal­be­hör­de vom 31.05.1983 wird das Gebäu­de unter vor­läu­fi­gen Denk­mal­schutz gestellt, um am 11.12.1987 end­gül­tig in die Denk­mal­lis­te auf­ge­nom­men zu wer­den.

In den fol­gen­den Jah­ren wur­den immer wie­der klei­ne und grö­ße­re Sanie­rungs­ar­bei­ten innen und außen an der „Hüt­te“ vor­ge­nom­men, ohne jedoch das Gesamt­bild zu ver­än­dern. Wir wer­den uns auch wei­ter bemü­hen, die „Hüt­te“ in einem ein­wand­frei­en Zustand zukünf­ti­gen Genera­tio­nen zu hin­ter­las­sen.

Die Hüt­te vor 1972
Die Hüt­ten­sa­nie­rung etwa 1972
Die Hütte 2008
Die Hüt­te 2008