CHBV: Schon viel geschafft

Solin­ger Stra­ße: Tos­ka­na-Allee kommt

Cro­nen­ber­ger Anzei­ger vom 18. März 2020

Fried­hö­fe haben ihre eige­ne Kul­tur. Sie erzäh­len Geschich­te und Geschich­ten. Ange­fan­gen vom Bestat­tungs­ri­tu­al über Fami­li­en­his­to­rie bis hn zur Grab­mal­ar­chi­tek­tur spie­geln sie die geschicht­li­che und gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung wie­der. So auch in Cronenberg.

Der his­to­ri­sche Arbeits­kreis des Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­eins setz­te sich somit bereits im Jahr 2015 ein, um die alte Fried­hofs­kul­tur auf dem 1820 gegrün­de­ten Fried­hof an der Solin­ger Stra­ße zu erhal­ten und in die sich neu ent­wi­ckeln­de ein­zu­bet­ten. So wur­den alte Grab­stei­ne aus dem 19. Jahr­hun­dert, die teils sehr ver­steckt und ver­streut auf den Grab­fel­dern I und II des Fried­hofs lagen (direkt am Ein­gang des Fried­hofs von der Schor­fer Stra­ße auf der Sei­te zur Fried­hofs­mau­er hin), foto­gra­fiert und kata­lo­gi­siert. Drei von Ihnen wur­den gemein­sam auf eine neu erstell­te Grab­an­la­ge umge­setzt. Der Ev. Fried­hofs­ver­band und sei­ne Cro­nen­ber­ger Mit­ar­bei­ter setz­ten so z.B. das Grab­mal von Pas­tor Bre­beck (Pas­tor zur Zeit der dor­ti­gen Fried­hofs­grün­dung) und dem 1. Cro­nen­ber­ger Bür­ger­meis­ter Abra­ham von den Stei­nen inner­halb eines neu errich­te­ten Grä­ber­fel­des per­fekt in Sze­ne und nann­ten die­ses „Cro­nen­ber­ger Wur­zeln“. Nun geht eine neue, gro­ße Grab­an­la­ge auf dem Fried­hof sei­ner Voll­endung ent­ge­gen, die „Tos­ka­na-Allee“, eine Baum-beglei­te­te Erd‑, Urnen­grab- und Ste­len­al­lee. 12 wei­te­re vom Arbeits­kreis aus­ge­wähl­te Grab­stei­ne wer­den dort vom Klas­si­zis­mus, der Grün­dungs­zeit des Fried­hofs, zeu­gen, beglei­tet von einer Info­ta­fel. Die Erd­ar­bei­ten der Allee sind bereits erfolgt, die Fun­da­men­te für die hist. Grab­mä­ler gegos­sen. Die Arbei­ten (Pla­nung, Fun­da­men­tar­bei­ten und Trans­port) wer­den vom CHBV unter­stützt und er betei­ligt sich an den Kos­ten der Grab­stein­um­set­zung durch den Fried­hofs­ver­band sowie er die Info­ta­fel erstellt. Seit dem Jahr 2016 wur­de für die­ses Pro­jekt die Hälf­te der einge3sammelten Kol­lek­te bei Beer­di­gun­gen und für die­se Akti­on zurück­ge­legt. Um das Ver­set­zen sowie die Beschrei­bung der alten Grab­stei­ne kom­plett finan­zie­ren zu kön­nen, feh­len zur­zeit noch ca. 3.000 EURO. Über Spen­den auf das CHBV-Kto.-Nr.: DE43 3305 0000 0000 2190 14 mit dem Stich­wort „Grab­stei­ne“ wür­de man sich sehr freu­en. Das Pro­jekt fin­det man zudem auf der Spen­den­platt­form https://www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/77801