CHBV: Schon viel geschafft

Solin­ger Straße: Toska­na-Allee kommt

Fried­hö­fe haben ihre eigene Kultur. Sie erzäh­len Geschich­te und Geschich­ten. Angefan­gen vom Bestat­tungs­ri­tu­al über Famili­en­his­to­rie bis hn zur Grabmal­ar­chi­tek­tur spiegeln sie die geschicht­li­che und gesell­schaft­li­che Entwick­lung wieder. So auch in Cronenberg.

Der histo­ri­sche Arbeits­kreis des Cronen­ber­ger Heimat- und Bürger­ver­eins setzte sich somit bereits im Jahr 2015 ein, um die alte Fried­hofs­kul­tur auf dem 1820 gegrün­de­ten Fried­hof an der Solin­ger Straße zu erhal­ten und in die sich neu entwi­ckeln­de einzu­bet­ten. So wurden alte Grabstei­ne aus dem 19. Jahrhun­dert, die teils sehr versteckt und verstreut auf den Grabfel­dern I und II des Fried­hofs lagen (direkt am Eingang des Fried­hofs von der Schor­fer Straße auf der Seite zur Fried­hofs­mau­er hin), fotogra­fiert und katalo­gi­siert. Drei von Ihnen wurden gemein­sam auf eine neu erstell­te Graban­la­ge umgesetzt. Der Ev. Fried­hofs­ver­band und seine Cronen­ber­ger Mitar­bei­ter setzten so z.B. das Grabmal von Pastor Brebeck (Pastor zur Zeit der dorti­gen Fried­hofs­grün­dung) und dem 1. Cronen­ber­ger Bürger­meis­ter Abraham von den Steinen inner­halb eines neu errich­te­ten Gräber­fel­des perfekt in Szene und nannten dieses „Cronen­ber­ger Wurzeln“. Nun geht eine neue, große Graban­la­ge auf dem Fried­hof seiner Vollendung entge­gen, die „Toska­na-Allee“, eine Baum-beglei­te­te Erd‑, Urnen­grab- und Stelen­al­lee. 12 weite­re vom Arbeits­kreis ausge­wähl­te Grabstei­ne werden dort vom Klassi­zis­mus, der Gründungs­zeit des Fried­hofs, zeugen, beglei­tet von einer Infota­fel. Die Erdar­bei­ten der Allee sind bereits erfolgt, die Funda­men­te für die hist. Grabmä­ler gegos­sen. Die Arbei­ten (Planung, Funda­men­tar­bei­ten und Trans­port) werden vom CHBV unter­stützt und er betei­ligt sich an den Kosten der Grabstein­um­set­zung durch den Fried­hofs­ver­band sowie er die Infota­fel erstellt. Seit dem Jahr 2016 wurde für dieses Projekt die Hälfte der einge3sammelten Kollek­te bei Beerdi­gun­gen und für diese Aktion zurück­ge­legt. Um das Verset­zen sowie die Beschrei­bung der alten Grabstei­ne komplett finan­zie­ren zu können, fehlen zurzeit noch ca. 3.000 EURO. Über Spenden auf das CHBV-Kto.-Nr.: DE43 3305 0000 0000 2190 14 mit dem Stich­wort „Grabstei­ne“ würde man sich sehr freuen. Das Projekt findet man zudem auf der Spenden­platt­form https://www.gut-fuer-wuppertal.de/projects/77801

Quelle: Cro­nen­ber­ger Anzei­ger vom 18.03.2020