Orts­kern­pla­nung: Jetzt ist auch der CHBV sau­er auf die Stadt!

Artikeltext Ortskernplanung CronenbergCro­nen­ber­ger Woche, Aus­ga­be 2021-12 v. 26./27. März 2021

Cro­nen­berg. Brie­fe zu schrei­ben ist zwar etwas aus der Mode gekom­men, der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein (CHBV) tut es aber häu­fi­ger denn je: Nach einem offe­nen Brief zum The­ma „Bür­ger­bü­ro“ (die CW berich­te­te) spitz­te der Bür­ger­ver­ein nun bin­nen kür­zes­ter Zeit ein zwei­tes Mal die Feder mit dem Adres­sa­ten Stadt: zum The­ma „Orts­kern­pla­nung“. Wie berich­tet: In der März-Sit­zung der Bezirks­ver­tre­tung (BV) Cro­nen­berg äußer­te Bezirks­bür­ger­meis­te­rin Miri­am Scherff (SPD) ihren Unmut über Stadt­ent­wick­lungs­de­zer­nent Arno Minas und des­sen Ressort.

Wei­te­rer offe­ner Brief ins Rat­haus geschickt.

Ein Sach­stands­be­richt zur Orts­kern­pla­nung war zu der BV-Sit­zung ange­kün­digt – es gab aber kei­nen. „Ich kom­me mir ein biss­chen ver­äp­pelt vor“, kri­ti­sier­te Bür­ger­meis­te­rin Scherff, das Ver­säum­nis sei „nicht zu entschuldigen“.

CHBV legt nach: Offe­ner Brief an OB und Dezernenten

Der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein (CHBV) leg­te am Wochen­en­de in Form eines offe­nen Brie­fes an Ober­bür­ger­meis­ter Uwe Schnei­de­wind und den Dezer­nen­ten Minas nach. Dar­in kon­sta­tiert der Bür­ger­ver­ein einen deut­li­chen „Rück­schritt in der Zusam­men­ar­beit mit der neu gestal­te­ten Ver­wal­tungs­spit­ze der Stadt Wup­per­tal“ sowie einen „Rück­fall in alte Verhaltensmuster“.

CHBV-Vor­sit­zen­der Rolf Tesche und Stell­ver­tre­ter Ralf Kie­pe kri­ti­sie­ren in ihrem offe­nen Brief, dass Anfra­gen der Bezirks­ver­tre­tung an die Stadt­ver­wal­tung zum Stand lau­fen­der Pro­jek­te unbe­ant­wor­tet geblie­ben sei­en. Und zwar selbst da, wo zeit­li­che Eile gebo­ten wäre, wie eben zum Bei­spiel bei der Orts­kern­pla­nung Cro­nen­berg. Mit den per Rats­be­schluss bereit­ge­stell­ten 250.000 Euro hät­te laut CHBV bereits im drit­ten Quar­tal letz­ten Jah­res ein Gut­ach­ten in Auf­trag gege­ben wer­den sollen.

„Wir Cro­nen­ber­ger sind enttäuscht…“

Dass die Ver­wal­tung in der März-Sit­zung der BV nicht zum aktu­el­len Stand des Pro­jek­tes berich­tet habe, lässt den Bür­ger­ver­ein ver­mu­ten, dass Cro­nen­ber­ger Pro­jek­te „nicht mit der dafür not­wen­di­gen Prio­ri­tät und Kon­se­quenz behan­delt wer­den“. „Das Ver­wal­tungs­han­deln ist aus unse­rer Sicht geprägt von Nichts­tun, Hin­hal­ten und Aus­sit­zen“, „pol­tert“ der CHBV in sei­nem offe­nen Brief gegen OB Schnei­de­wind und Dezer­nent Minas: „Wir Cro­nen­ber­ger sind mehr als enttäuscht!“