Asbest­sa­nie­rung ab März

Schu­le Berg­hau­ser Straße

Cro­nen­ber­ger Anzei­ger vom 22. Janu­ar 2020

Die Zukunft des denk­mal­ge­schütz­ten Alt­baus der ehe­ma­li­gen Schu­le an der Berg­hau­ser Stra­ße ist in einem offe­nen Pro­zess. Ein vom Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein und der Stadt orga­ni­sier­ter Work­shop soll in den kom­men­den Mona­ten Ideen für eine Fol­ge­nut­zung zusam­men­tra­gen, doch zunächst soll eine Asbest­sa­nie­rung des Gebäu­des erfol­gen mit Kos­ten von rund 200.000 Euro.

Die Asbest­sa­nie­rung war eigent­lich schon für die zwei­te Jah­res­hälf­te 2018 geplant, konn­te nach Anga­ben des GMW aber nicht durch­ge­führt wer­den, da sich die aus­ge­la­ger­ten Berei­che des Berufs­kol­legs am Has­pel in der Berg­hau­ser Stra­ße noch im Schul­be­trieb befan­den. Die Aus­schrei­bung für die erfor­der­li­chen Maß­nah­men wur­de nun im Dezem­ber auf den Weg gebracht. „Wenn alles gut geht, kön­nen wir Anfang März mit den Arbei­ten begin­nen“, hofft Pro­dukt­ma­na­ger Tho­mas Lehn vom Gebäu­de­ma­nage­ment der Stadt Wup­per­tal. Eini­ge vor­be­rei­ten­de Maß­nah­men sol­len bereits im Febru­ar erfol­gen. Der Dach­bo­den des Alt­baus sei durch Asbest­fa­sern stark kon­ta­mi­niert, denn bei einer Brand­schutz­sa­nie­rung in den 70er-Jah­ren wur­den die dabei ver­wen­de­ten asbest­hal­ti­gen Trenn­wän­de zur Ver­klei­dung der lüf­tungs­tech­ni­schen Anla­ge vor Ort ohne Schutz­maß­nah­men bear­bei­tet. Das belas­te­te Mate­ri­al und die lüf­tungs­tech­ni­sche Anla­ge sol­len nun bei der Asbest­sa­nie­rung ent­fernt wer­den. Danach ist eine auf­wän­di­ge Rei­ni­gung der knapp 1.700 Qua­drat­me­ter zäh­len­den Ober­flä­che des Dach­ge­schos­ses vor­ge­se­hen. Dazu soll ein raum­fül­len­des Gerüst von bis zu etwa acht Metern Höhe errich­tet wer­den. Dar­über hin­aus müs­sen in ande­ren Stock­wer­ken asbest­hal­ti­ge Bau­tei­le ent­fernt wer­den und im zwei­ten Ober­ge­schoss des Neu­baus gilt es, mit Form­alde­hyd belas­te­te Wand- und Decken­be­klei­dun­gen zurück­zu­bau­en. Ins­ge­samt sol­len acht Schwarz­be­rei­che errich­tet wer­den. Lehn rech­net mit einer Sanie­rungs­dau­er von knapp vier Mona­ten und Kos­ten von rund 200.000 Euro.