Sens­en­se­mi­nar Okto­ber 2021

Rund 10 Teil­neh­me­rIn­nen nah­men am 12. Okto­ber am Sens­en­se­mi­nar teil.

Foto Sensenseminar Oktober 2021Rolf Tesche, 1. Vor­sit­zen­der des CHBV begrüß­te alle Teil­neh­mer herz­lich. Anschlie­ßend gab er eini­ge Infos zu der His­to­rie der Sen­se preis:

„Habt ihr gewusst, war­um der 3. Okto­ber 1600 ein ganz beson­de­rer Tag war? An die­sem Tag hat der Her­zog Johann-Wil­helm von Jülich-Kle­ve-Berg, Schloss­herr von Schloss Burg, den Schmie­den, Schlei­fern und Kauf­leu­te der Ämter Elber­feld, Bey­en­burg, Born­feld und Cro­nen­berg das Sen­sen­pri­vi­leg verliehen.

Der Sankt Ewal­di-Tag, der 3. Okto­ber, war ab dann der Zunft-Gerichts­tag der Schmie­de, Schlei­fer und Kauf­leu­te und wur­de hier in Cro­nen­berg abgehalten.

Als arbeits­frei­er Gerichts­tag, ver­bun­den mit Markt, Kir­mes und Jahr­markt, wur­de er über vie­le Jah­re hier fest­lich begangen.

Der Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein und der För­der­ver­ein Manu­els­kot­ten möch­ten nun gemein­sam die­sen beson­de­ren Tag im Jahr 1600 in Erin­ne­rung bringen.

Was gibt es Bes­se­res als an die­se alte Tra­di­ti­on anzuknüpfen?

Die Sen­se ist auch ein Bestand­teil in unse­rem Cro­nen­ber­ger Wap­pen. Der Ber­gi­sche Löwe hält auf drei Ber­gen ste­hend die Sen­se in den Pranken.

Wir als Ver­an­stal­ter freu­eun uns, dass Bär­bel und Wolf­gang Mol­ken­t­hin vom För­der­ver­ein Manu­els­kot­ten den Sen­sen­leh­rer Mein­hard Spaun­horst gewin­nen konn­ten, um die­se alte Hand­werks­kunst zu vermitteln.

Herr Spaun­horst hat, im Gegen­satz zu uns, bei sei­nem Opa hin­ge­hört und auch auf­ge­passt und so erfah­ren und gelernt, wie die Sen­se genutzt und das Sen­sen­blatt anschlie­ßend gepflegt wird.

Er wird nun den 10 Lehr­gangs­teil­neh­mern ver­mit­teln, wie nach alter Art der Rasen geschnit­ten wird.

Die Cro­nen­ber­ger Fir­men Clau­ber und Picard haben jedem Teil­neh­mer zum Gelin­gen des Tages die Den­gel-Häm­mer sowie die Wetz­stei­ne gesponsert.

Wie ein­fach die Sen­se als Werk­zug zu benut­zen ist, wisst ihr, wenn ihr den Dreib­ein­ho­cker ver­las­sen habt. Bis dahin:

Zuhö­ren, ler­nen und dem Gras in Feld und Flur das Fürch­ten leh­ren. Und Ach­tung: Die Sen­se ist nicht unge­fähr­lich für Per­so­nen in eurem Umfeld und im Rau­di­us eurer Aktionen.“

Ins­ge­samt konn­ten alle Teil­neh­me­rIn­nen einen schö­nen Tag genießen.