Neu­er Cro­nen­berg-Platz: Abriss des „Klei­nes Häus­chens“ steht kurz bevor

Cro­nen­ber­ger Woche, Aus­ga­be 02/2020 vom 10./11. Janu­ar 2020

Orts­mit­te. Wie berich­tet, könn­te sich in die­sem Jahr eini­ges tun in Cro­nen­berg: Damit ist aber nicht nur die Erneue­rung der Orts­mit­te-Pla­nung oder der geplan­te Work­shop zur Zukunft der Schu­le Berg­hau­ser Stra­ße und mög­li­che Wei­chen­stel­lun­gen an der Ein­mün­dung Amboßstraße/​Hauptstraße gemeint. Auch im Schat­ten der Refor­mier­ten Kir­che an der Solin­ger Stra­ße wird sich eini­ges ver­än­dern: Auf Initia­ti­ve von Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­ein (CHBV) und Evan­ge­li­scher Gemein­de Cro­nen­berg soll zwi­schen Solin­ger Stra­ße und der Trep­pe zum Kul­tur­zen­trum Bor­ner Schu­le ein neu­er Cro­nen­berg-Platz ent­ste­hen.

Unter der Über­schrift „Ein Platz für alle!“ hat der CHBV hier­zu bereits eine Spen­den­ak­ti­on gestar­tet, Spon­so­ren ange­spro­chen und För­der­mit­tel beim Land bean­tragt (die CW berich­te­te). Auf min­des­tens 150.000 Euro ver­an­schlag­te der Bür­ger­ver­ein die Umge­stal­tung der rund 500 Qua­drat­me­ter gro­ßen Flä­che, die Best-Opti­on schlü­ge viel­leicht sogar mit rund 200.000 Euro zu Buche. Auch wur­den schon im Juni 2019 14 Lkw-Ladun­gen mit rund 130 Ton­nen Gebraucht-Pflas­ter­stei­nen an die Solin­ger Stra­ße gekarrt – nun steht die nächs­te Etap­pe für den Cro­nen­berg-Platz unmit­tel­bar bevor.

Nach­dem die Gemein­de Ende letz­ten Jah­res mit ihrem Kir­chen-Café in ein ber­gi­sches Schie­fer­häus­chen gegen­über der Refor­mier­ten Kir­che ein­zog und das soge­nann­te „Klei­ne Häus­chen“ leer geräumt wur­de, steht der maro­de, schmuck­lo­se Bau am Fuße der Kir­che nun zum Abriss bereit. Wie der zustän­di­ge Bau-Kirch­meis­ter Dirk Picard auf CW-Nach­fra­ge berich­tet, sei die Abriss­ge­neh­mi­gung zwi­schen­zeit­lich da und ein Düs­sel­dor­fer Unter­neh­men beauf­tragt: „Von unse­rer Sei­te ist das Gebäu­de außer Betrieb.“

Dass die Abriss­bag­ger aber noch nicht ange­rollt sind, liegt der­weil an den Ver­sor­gungs­lei­tun­gen. Die­se müs­sen zunächst durch die Wup­per­ta­ler Stadt­wer­ke (WSW) gekappt wer­den, bevor das „Klei­ne Häus­chen“ abge­bro­chen wer­den kann. Nach Wor­ten von Harald Brei­er von der zustän­di­gen Tech­nik-Abtei­lung des Evan­ge­li­schen Ver­wal­tungs­am­tes Wup­per­tal sitzt man auch am Kirch­platz in den Start­lö­chern: Bei den Stadt­wer­ken sei­en alle not­wen­di­gen Anträ­ge zur Kap­pung der Ver­sor­gungs­lei­tun­gen gestellt: „Wir gehen davon aus, dass sich noch im Janu­ar was tun wird – wir hän­gen da nun auch ein wenig in der War­te­schlei­fe.“

Nach­dem das Häus­chen abge­kop­pelt ist, könn­te es dann ganz schnell gehen: Inner­halb von etwa 14 Tagen, so schätzt Harald Brei­er, könn­te der maro­de Bau abge­ris­sen und die Flä­che für die Umge­stal­tung auf­be­rei­tet sein – spä­tes­tens zum 250. Kir­chen-Jubi­lä­um in 2021 hofft Bür­ger­ver­eins­chef Rolf Tesche, dass Cro­nen­berg auf dem schmu­cken Ort­mit­te-Platz den Geburts­tag sei­ner Zwie­bel­turm-Kir­che fei­ern kann.

Spen­den

Wer den „Platz für alle!“ unter­stüt­zen möch­te, kann sei­ne Spen­de auf das Kon­to des Cro­nen­ber­ger Hei­mat- und Bür­ger­ver­eins mit der IBAN DE56 3305 0000 0000 679 142 bei der Stadt­spar­kas­se ein­zah­len. Stich­wort „Ein Platz für alle“.